Archive for the 'Tagungen' Category

Theseus-Premiere in Köln

Angekündigt als “Premiere” und “Enthüllung”, sollte Theseus, das „Forschungsprogramm für eine neue internetbasierte Wissensinfrastruktur“ heute in Köln im Rahmen der Musikmesse c/o pop erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Allzu Revolutionäres war bei einer anberaumten Vortragszeit von 15 Minuten sicherlich nicht zu erwarten, aber etwas mehr Informationen hätten es dann doch sein dürfen. Continue reading ‘Theseus-Premiere in Köln’

Programm für Workshop “Das neue Netz?”

Soeben ist das Programm für den Workshop „Das neue Netz? Bestandsaufnahme und Perspektiven“ erschienen, an dem ich auch teilnehmen werde. Der Workshop findet vom 20.-22. September in Bamberg statt und wird organisiert von der Forschungsstelle »Neue Kommunikationsmedien«. Ziel ist, möglichst unterschiedliche Perspektiven auf die Entwicklungen im sogenannten „Web 2.0“ zusammen zu führen und innerhalb der zweieinhalb Tage eine fruchtbare Diskussion über neue und möglicherweise nicht so neue Entwicklungen im gegenwärtigen Internet anzustoßen. Continue reading ‘Programm für Workshop “Das neue Netz?”’

CfP: Vor Google – Suchmaschinen im analogen Zeitalter

Workshop in Wien, Fr/Sa 10./11.10.2008
Deadline für Einsendungen: 31.10.2007

Call for Papers: Vor Google – Suchmaschinen im analogen Zeitalter

Google gilt als die mächtigste Marke der Welt, noch vor Microsoft und Coca-Cola. Es wundert nicht, dass die Wichtigkeit, die Suchmaschinen in der heutigen Informationsgesellschaft zukommt, dazu führt, dass sie zu Objekten von Sachbüchern (J. Battelle; D. Vise/M. Malseed) und wissenschaftlichen Werken (D. Lewandowski) werden. Continue reading ‘CfP: Vor Google – Suchmaschinen im analogen Zeitalter’

New Network Theory Amsterdam

Am Wochenende war ich bei der New Network Theory-Konferenz in Amsterdam. Eine sehr interessante Tagung mit erfreulich guten internationalen und interdisziplinären Beiträgen. Die Stimmung war entspannt und gleichzeitig konzentriert, die Technik funktionierte, der Kaffee war lecker – mehr kann man sich kaum wünschen.

Um den Begriff „Netzwerk“ gruppieren sich eine ganze Reihe von Disziplinen und Vorstellungen – von der physikalischen und soziologischen Netzwerkanalyse über die politische Praxis bis hin zur (hier sehr stark vertretenen) Medientheorie. Einigkeit darüber, was unter einem Netzwerk zu verstehen ist, scheint zunächst einmal nur in einer Hinsicht zu bestehen: Es gibt Knotenpunkte und es gibt Verbindungen zwischen diesen Punkten. Dann gehen allerdings die Fragen auch schon los. Hier eine kleine Übersicht über die frequenteren Fragestellungen: Continue reading ‘New Network Theory Amsterdam’

Bericht vom acatech-Symposium in Berlin

Nach eineinhalb Wochen komme ich nun endlich mal dazu, vom acatech-Symposium in Berlin am 31.5. zu berichten. Im @-web-Newsletter gab es schon eine ausführliche Besprechung der technischen Neuerungen in den geplanten „Suchmaschinen von morgen“. Interessant waren allerdings auch die politischen Diskussionen, die dort geführt wurden.

Der Informationswissenschaftler Rainer Kuhlen (Uni Konstanz), Autor des sehr guten Beitrags „Macht Google autonom“ im Buch „Die Google-Gesellschaft“, heizte durch manchen provokanten Kommentar die Diskussion an. Google sei keine Such- sondern eine Marketingmaschine, außerdem sei es aufgrund der starken Konzentration an der Zeit, über eine „Zerschlagung“ der Monopolstrukturen nachzudenken. Vom Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Wolf-Dieter Lukas, erntete Kuhlen für diese Ansicht keine Zustimmung – er sah im Gegenteil keinerlei Handlungsbedarf. Stattdessen lobte Lukas den Unternehmergeist der Google-Gründer und stellte fest, dass diese bisher alles richtig gemacht hätten. Woraufhin er sich den Vorwurf gefallen lassen musste, das BMBF entwickele sich von einer Bildungs- zu einer Wirtschaftsförderungsinstitution. Im Verlauf der Diskussion wurde deutlich, dass sich Kuhlens Argumentation hauptsächlich auf den Bereich der wissenschaftlichen Informationen bezog. Angesichts der zunehmenden kommerzielle Verwertung wissenschaftlicher Informationen, die ursprünglich durch öffentliche Förderung entstanden sind, sprach er von einer Verknappungssituation, die sich durch eine Erweiterung von Open Access-Modellen entschärfen ließe.

Interessant war in diesem Zusammenhang auch der Vortrag des Soziologen Rudi Schmiede von TU Darmstadt. Seine Frage, ob wir auf dem Weg in die „Google-Gesellschaft“ sind, bejahte er, allerdings mit einigen neuen begrifflichen Anordnungen. So sprach Schmiede sich dafür aus, im Bereich der Suchmaschinen den Begriff der Medienkompetenz durch den der Urteilskraft zu ersetzten, da so eine breitere Sicht auf die Konsequenzen von Googles Definitionsmacht möglich wird. Er bemängelte die unzureichende Ausbildung, auch im journalistischen Bereich, die eigentlich auf eine Stärkung der individuellen Urteilskraft abzielen müsse. Im Bereich der Technikentwicklung müsse zudem die Autonomie der Individuen Zielvorgabe sein und daher stärkeres Gewicht auf anthropozentrische Technikgestaltung gelegt werden.

Es war sehr erfrischend, auf einer so hochkarätig besetzten und perfekt durchorganisierten Tagung einmal so deutliche Kontroversen zu erleben – auch wenn letztendlich die geplante Umsetzung der technischen Projekte im Vordergrund stand und wahrscheinlich auch stehen wird.

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Programm der HyperKult 16

Frisch eingetroffen: Das Programm der HyperKult 16, die vom 12.-14.7. in Lüneburg stattfindet. Klingt vielversprechend, für den Bereich Suchmaschinen dürfte wohl vor allem der Vortrag von Peter Haber zum Thema “Phantasmatisches Allwissen im Netz” spannend werden. Sein Text “Das Archiv als Schnittstelle zum Wissen” bietet in dieser Hinsicht jedenfalls eine ganze Reihe interessanter Ansätze.

Das komplette Programm:

Donnerstag 12.7.2006
09:00 Anmeldung
10:30 Eröffnung und Begrüßung
11:00 Medienkonstrukte in Technikutopien, Science-Fiction-Romanen und in Zukunftsszenarien von Computer Scientists: Vorüberlegungen für eine Medienkombinatorik
Hans Dieter Hellige
11:45 “Computer Power to the People!” – Die Versprechungen der Computer-Revolution, 1968-1973
Michael Friedewald
12:30 Mittagspause
14:00 SETUN – Der Kampf des weltweit einzigen trinären Computers gegen die binäre Vorherrschaft
Francis Hunger
14:45 Gordon Pask: Modelle der Selbsorganisation – von “PHYSICAL ANALOGUES TO THE GROWTH OF A CONCEPT” zu “INTERACTION OF ACTORS THEORY”
Michael Putzmann
15:30 Kaffeepause
16:00 Intelligence-, Design- und Happiness-Amplifier – Frühe Visionen zu Computer und Verstärkung
Asli Serbest Mona Mahall
16:45 Autodidakten
Jörg Pflüger
17:30 my – your – our history – ein kollaborativer historischer Rückblick (event lecture)
Zorah Mari Bauer
18:15 5-Minuten-Workshop-VerDichtung
Hartmut Sörgel
18:20 Empfang durch die Universitätsleitung

Freitag 13.7.2006
09:00 Das unendliche Archiv. Phantasmatisches Allwissen im Netz
Peter Haber
09:45 Das ewige Gedächtnis? – Grenzen digitaler Speicher und Probleme der Langzeitarchivierung
Jens-Martin Loebel
10:30 Kaffeepause
11:00 Der Computer als Universalmedium – Zur Diskursgeschichte einer Vision
Noah Holtwiesche
11:45 Audio Production in Change – Online Audio Collaboration as a new Production Method
Fokko Schulz
12:30 Mittagspause
14:00 Kunstaffairen
Kurd Alsleben, Tatjana Beer, Astrid Dahaba, Antje Eske, Matthias Lehnhardt, Heidi Salaverria
14:45 Navigieren im Niemandsland. Geschichten vom hoffnungsvollen Scheitern im Zeitalter des hypermedialen Neolithikums
Harald Kraemer
15:30 Kaffeepause
16:00 NumaRete would count no more! Von Wahrnehmungsmaschinen, biologischen Systemen und dem Vorführeffekt
Jan Müggenburg
16:45 „From Psychedelics to Cybernetics“ – Von Hypertrips, Reality Pilots und dem Netzwerkimaginären
Florian Sprenger
17:30 5-Minuten-Workshop-VerDichtung
Hartmut Sörgel
17:35 HDR-Workshop
Uwe Pirr
20:00 Phantastische Realitäten
Herbert W. Franke liest aus seinem Roman “Flucht zum Mars” und aus der Story-Sammlung “Die Zukunftsmaschine”

Samstag 14.7.2005
09:00 Was wird die Wunschmaschine gewesen sein? Kommunikation via Computer als emanzipatorische Rede
Anna Tuschling
09:45 Der neue Raum des Mediums Computer
Bernd Robben
10:30 Kaffeepause
11:00 Urszenen der Matrix. Die Bilder vom Inneren der Netze
Matthias Bickenbach
11:45 Zur Kulturgeschichte der Zukunft: Internet-Phantasien in den Neunzigern
Jochen Koubek
12:30 5-Minuten-Workshop-VerDichtung
Hartmut Sörgel
13:00 Mitgliederversammlung der Fachgruppe “Computer als Medium” im Fachbereich IuG der GI e.V.

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Interdisziplinäre Workshop-Tagung interfiction XIV/2007 PATCH_WORK

Schon im neunten Jahr veranstaltet Verena Kuni mit ihren Mitstreitern Karsten Asshauer und Anders Turge Lehr die interdisziplinäre Workshop-Tagung „interfiction“. Mit dem Titel PATCH_WORK ist Verena ihrer Vorliebe für obskure Handarbeits-Mehrdeutigkeiten treu geblieben. Im Workshop wird allerdings nicht gestichelt und ans Zeug geflickt, sondern ganz ernsthaft nach den Arbeitsgrundlagen, Utopien und Realitäten von Kunst-, Kultur- und Wissensproduktion zwischen Commons und DRM gefragt.

Für diese kleine aber feine Veranstaltung ist die interdisziplinäre Ausrichtung kein bloßes Lippenbekenntnis. Verena Kuni versteht es, die unterschiedlichsten Beiträge aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst zu einem stimmigen Ganzen zusammenzubringen. Obendrein findet der Workshop im Rahmen des Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest statt. An Augenschmaus und buntem Nachtleben besteht also kein Mangel. Könnte sein, dass den Teilnehmern so manches Mal der Kopf dröhnt angesichts des voll gepackten Programms, aber die ausgewogene Mischung und nicht zuletzt die ausgezeichnete Verpflegung sorgen schon für genügend Durchhaltevermögen.

Interessierte finden hier den Call for paper der interfiction XIV/2007 - Interdisziplinäre Workshop-Tagung im Rahmen des 24. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest. Kassel, 16. - 18. November 2006, Offener Kanal im KulturBahnhof.

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Programm des zweiten “Kongress Kulturwissenschaftliche Technikforschung” ist online

Das Programm des zweiten “Kongress Kulturwissenschaftliche Technikforschung” vom 1.-3. Juni 2007 ist online einsehbar und als pdf-Datei erhältlich. Veranstalter ist das Forschungskolleg Kulturwissenschaftliche Technikforschung.

Die Veranstalter schreiben:

Der Kongress widmet sich einem breiten Zugang zur Technik im Alltag. Beleuchtet wird Technik als Bestandteil biographischer Erfahrung und die gesellschaftliche Verhandlung von Technik und Technikentwicklung, Sprechen über Technik und Technik und Performanz, Technisierung und Technizität des Alltags, die historische Perspektive auf den technik-kulturellen Wandel in der Moderne, ein erfahrungsgeschichtlicher Zugang zur Technik sowie ethnographische Annäherungen/Forschungen/Analysen zu Technik und Alltag.

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Symposium zu den Suchmaschinen von morgen

acatech veranstaltet am 31. Mai ein Symposium mit dem Titel „Mehr als Stichworte: Wie arbeiten die Suchmaschinen von morgen?” in Berlin. Zum Inhalt des hochkarätig besetzten Symposiums schreiben die Veranstalter:

Welche Informationen eine Suchmaschine liefert, liefern soll oder liefern darf, in welcher Sprache sie bedient werden kann, wie das “Ranking” der Suchergebnisse erfolgt etc. sind mittlerweile Fragen von großer ökonomischer und zunehmend auch von politischer Bedeutung. Diesen Fragen soll bei der Veranstaltung im Dialog zwischen Informationstechnik, Medienwissenschaft, Wirtschaft und Politik nachgegangen werden.

Eine weitere Dimension der Entwicklung ist die Tatsache, dass schnell weitere “Daten” ins Internet gespeist werden: Dazu zählen Fotos, Videos, eingescannte Bücher, medizinische Datenbanken sowie in naher Zukunft viele von Sensoren in Realzeit generierte Daten zum Beispiel über die Umwelt, den Zustand von Produkten, den momentanen Ort von Gegenständen und Personen oder sogar über die eigene Gesundheit. Die Suche in solchen semantisch komplexen Datenbereichen erfordert “intelligente” Mechanismen, die weit über heutige (im Wesentlichen stichwortbasierte) Verfahren hinausgehen, damit aus den Daten nützliche Information und letztlich Wissen und Wert entsteht. Auch die großen Suchmaschinenbetreiber wie Google sind hier aktiv, indem sie zum Beispiel die Digitalisierung und Online-Bereitstellung der Bestände großer Bibliotheken oder die Individualisierung und Personalisierung der Suche betreiben. Sie werden damit zu einem noch bedeutenderen “Player” und Machtfaktor in der Medienlandschaft.

Weitere Informationen gibt es direkt bei acatech.

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Gesellschaft für Informatik (GI) gründet Arbeitskreis „Überwachung“

Oft genug vermisst man seitens der Entwickler und Naturwissenschaftler den nötigen Abstand zu den eingesetzten Technologien. Umso erfreulicher sind dann kritische Projekte wie der 2006 gegründete Arbeitskreis „Überwachung“ im Fachbereich Informatik und Gesellschaft der GI.

In der Ankündigung in eigener Sache heißt es:

Technische Entwicklungen laufen oft lange Zeit unauffällig ab, bis sie schlagartig und mit Macht sichtbar werden. So auch potentielle Überwachungstechnologien von Biometrie und Data Mining über Videoüberwachung bis RFID: In den 80er und 90er Jahren nur in einigen Nischen vertreten, werden sie in jüngster Zeit als Lösung für viele aktuelle Probleme propagiert und implementiert.

Wir sehen diese Entwicklung als Herausforderung, die eingesetzten Technologien kritisch zu beleuchten, um prinzipielle Beschränkungen und Risiken zu identifizieren. Diese Aufgabe benötigt Zusammenarbeit verschiedenster Fachbereiche, sowohl innerhalb der Informatik als auch darüber hinaus. Wir planen deshalb in diesem Arbeitskreis eine Bestandsaufnahme der Situation auf technischer und juristischer Ebene. Wir möchten eine aktive interdisziplinäre Arbeitsgruppe bilden.

Das Gründungstreffen des GI-Arbeitskreises „Überwachung“ findet am Donnerstag, den 26. April 2007, ab 11.00 Uhr in Berlin-Adlershof statt. Interessierte treffen sich in der Rudower Chaussee 25, 12489 Berlin, Haus 3, Raum 408. Um vorherige Anmeldung bei Constanze Kurz (kurz (at) informatik.hu-berlin.de) wird gebeten.

Der Arbeitskreis findet im Übrigen im Kontext der GI-Tagung „Kontrolle durch Transparenz - Transparenz durch Kontrolle“, Berlin-Adlershof, 27.-29. April 2007 statt. Diese breiter angelegte Veranstaltung des Fachbereichs Informatik und Gesellschaft thematisiert aktuelle Umbrüche der Informationsgesellschaft, die in acht Workshops bearbeitet werden sollen. Für die Teilnehmenden und alle, die die Konferenz nicht selbst besuchen, steht bereits vorab ein Tagungs-Wiki mit Materialien zu den Workshops zur Verfügung. Eine Transparenz der GI-Tagung ist also schon mal gewährleistet.

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