Archive for the 'Open Access' Category

Berkeley goes YouTube

Unter youtube.com/ucberkeley stellt die Universität Berkeley seit einigen Tagen Videomitschnitte von Seminaren und Vorlesungen zur Verfügung. Unter anderem ist dort der Kurs “Search Engines: Technology, Society, and Business” mit einer Vorlesung von Sergey Brin zu sehen:

[youtube Ka9IwHNvkfU]

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[via netbib]

WikiDashboard visualisiert Wikipedia-Edits

Anscheinend entdecken immer mehr Leute, dass sich mit den gesammelten Wikipedia-Edit-Daten spannende Sachen anstellen lassen. Nach dem Wikiscanner, der anzeigt, von welchen IP-Adressen welche Artikel editiert wurden, hat die “Augmented Social Cognition Research Group” beim Palo Alto Research Center jetzt das WikiDashboard vorgestellt. Damit kann man sich die Entwicklung der Edits über einen bestimmten Zeitraum als Graph darstellen lassen, Continue reading ‘WikiDashboard visualisiert Wikipedia-Edits’

Bericht vom acatech-Symposium in Berlin

Nach eineinhalb Wochen komme ich nun endlich mal dazu, vom acatech-Symposium in Berlin am 31.5. zu berichten. Im @-web-Newsletter gab es schon eine ausführliche Besprechung der technischen Neuerungen in den geplanten „Suchmaschinen von morgen“. Interessant waren allerdings auch die politischen Diskussionen, die dort geführt wurden.

Der Informationswissenschaftler Rainer Kuhlen (Uni Konstanz), Autor des sehr guten Beitrags „Macht Google autonom“ im Buch „Die Google-Gesellschaft“, heizte durch manchen provokanten Kommentar die Diskussion an. Google sei keine Such- sondern eine Marketingmaschine, außerdem sei es aufgrund der starken Konzentration an der Zeit, über eine „Zerschlagung“ der Monopolstrukturen nachzudenken. Vom Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Wolf-Dieter Lukas, erntete Kuhlen für diese Ansicht keine Zustimmung – er sah im Gegenteil keinerlei Handlungsbedarf. Stattdessen lobte Lukas den Unternehmergeist der Google-Gründer und stellte fest, dass diese bisher alles richtig gemacht hätten. Woraufhin er sich den Vorwurf gefallen lassen musste, das BMBF entwickele sich von einer Bildungs- zu einer Wirtschaftsförderungsinstitution. Im Verlauf der Diskussion wurde deutlich, dass sich Kuhlens Argumentation hauptsächlich auf den Bereich der wissenschaftlichen Informationen bezog. Angesichts der zunehmenden kommerzielle Verwertung wissenschaftlicher Informationen, die ursprünglich durch öffentliche Förderung entstanden sind, sprach er von einer Verknappungssituation, die sich durch eine Erweiterung von Open Access-Modellen entschärfen ließe.

Interessant war in diesem Zusammenhang auch der Vortrag des Soziologen Rudi Schmiede von TU Darmstadt. Seine Frage, ob wir auf dem Weg in die „Google-Gesellschaft“ sind, bejahte er, allerdings mit einigen neuen begrifflichen Anordnungen. So sprach Schmiede sich dafür aus, im Bereich der Suchmaschinen den Begriff der Medienkompetenz durch den der Urteilskraft zu ersetzten, da so eine breitere Sicht auf die Konsequenzen von Googles Definitionsmacht möglich wird. Er bemängelte die unzureichende Ausbildung, auch im journalistischen Bereich, die eigentlich auf eine Stärkung der individuellen Urteilskraft abzielen müsse. Im Bereich der Technikentwicklung müsse zudem die Autonomie der Individuen Zielvorgabe sein und daher stärkeres Gewicht auf anthropozentrische Technikgestaltung gelegt werden.

Es war sehr erfrischend, auf einer so hochkarätig besetzten und perfekt durchorganisierten Tagung einmal so deutliche Kontroversen zu erleben – auch wenn letztendlich die geplante Umsetzung der technischen Projekte im Vordergrund stand und wahrscheinlich auch stehen wird.

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Gratis-Zugang zu Sage-Zeitschriften

Eine gute Gelegenheit für Kommunikationswissenschaftler ohne Uni-Stelle, sich mit hochwertigen PDFs einzudecken, bietet zurzeit Sage: Im Austausch gegen Registrierungsdaten gewährt das Verlagshaus bis Ende Juni Gratis-Zugang zum kompletten Volltext seiner kommunikationswissenschaftlichen Zeitschriften.

Die Registrierungsseite befindet sich hier:
https://online.sagepub.com/cgi/register?registration=FT70496

Die Liste der freigeschalteten Publikationen:

  • Animation
  • British Journalism Review
  • Business Communication Quarterly
  • Communication Research
  • Convergence
  • European Journal of Communication
  • Games and Culture
  • Global Media and Communication
  • The Harvard International Journal of Press/Politics
  • International Communication Gazette
  • Journal of Business Communication
  • Journal of Business and Technical Communication
  • Journal of Communication Inquiry
  • Journal of Creative Communications
  • Journal of Social and Personal Relationships
  • Journalism
  • Management Communication Quarterly
  • Media, Culture & Society
  • New Media & Society
  • Science Communication
  • Television & New Media
  • Visual Communication
  • Written Communication

Kleiner Hinweis in eigener Sache: Da New Media & Society in der Liste vertreten ist, steht mein dort erschienener Artikel „Power, Reason, Closure: Critical Perspectives on New Media Theory“ (Nr. 3/2005) nun auch zum Gratis-Download bereit.

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Neue Suchmaschinen spüren geschütztes Material auf

Die noch relativ unregulierte Phase des freien Video- Sharings im Netz neigt sich zusehends ihrem Ende zu. Mussten Copyrightverletzungen bei YouTube bisher in einem umständlichen Prozess manuell gemeldet werden, so setzt Google in Zukunft auf ein wesentlich effektiveres System, das geschütztes Material automatisch erkennen und, falls es nicht autorisiert ist, ausfiltern soll.

Das von Google entwickelte System mit den Namen “Claim your Content” ist jedoch nur eines unter vielen Neuentwicklungen, die Sharing-Anbietern helfen sollen, den chaotischen Rechte-Zuständen auf ihren Servern Herr zu werden. Für Firmen wie Autonomy, die sich im Rahmen der Enterprise Search auf große, heterogene Datenbestände konzentrieren, tun sich hier breite Betätigungsfelder auf. So preist Autonomy-CEO Michael Lynch die Software Virage Automatic Copyright Infringement Detection (Acid) damit an, dass sie durch das Abgleichen von Ton- und Bildmaterial mit vorhandenen Datenquellen schon bei einem 10-sekündigen Sport erkennen kann, ob es sich um geschütztes Material handelt. Angeblich soll das Verfahren auch gegen Verfremdungen des Materials wie Abdunkeln usw. gefeit sein.

Ob in Zukunft Videos, die einige Sekunden urheberrechtlich geschützten Materials enthalten, tatsächlich sofort ausgefiltert werden, wird wohl von den gegenwärtigen Verhandlungen abhängen. Da die technischen Möglichkeiten schon jetzt gegeben sind, ist aber gut vorstellbar, dass von den großen Medienunternehmen entsprechende Forderungen erhoben werden. Von der kreativen Lust an Collage und Kommentierung, die zuweilen auf den Sharing-Sites herrscht, bliebe dann sicherlich wenig erhalten.

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Yale-Konferenz thematisiert Zugang zu Wissen

Vom 27.-29. April 2007 veranstaltet das Yale Information Society Project die zweite Annual Access to Knowledge Conference. Das Programm verspricht einige interessante Vorträge, unter anderem auch Panels zum Thema Suchmaschinen, Digitale Archive und Open Access.

Über das dazugehörige offene Wiki kann man die Konferenz von zu Hause aus verfolgen, Material einstellen und die Proceedings der letzten Konferenz einsehen. Hier dürfte sich also bald eine sehr interessante, frei zugängliche Materialsammlung zu diesen Themenfeldern finden lassen.

In der Konferenzbeschreibung heißt es u.a.:

The last several years have witnessed the coalescing of the Access to Knowledge (A2K) social movement that champions human rights, human development, and the public interest as the focal points of innovation and information policy.

The A2K2 conference program is focused around mobilizing different spheres of society: Industry, Civil Society, Governments, and Technologists. The policy panels focus on a diverse set of A2K issues and are oriented towards tangible legal and technological solutions and collaborative strategies for policy makers and individual institutions.

Policy panels:

  • Partnerships for Access to Information
  • Internationalized Domain Names
  • Patent Quality
  • Open Access Literature
  • Search Engines
  • Traditional Knowledge and Genetic Resources
  • Community Media & the Global Public Sphere.
  • Broadband Wireless in Developing Countries.
  • Agriculture & Intellectual Property
  • The Political Economy of Digital Archives
  • Education in the Digital Age.
  • Access to Scientific Knowledge

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