Google testet zurzeit ein neues Tracking-System, mit dem Werbung besser an das Nutzerverhalten angepasst werden kann (z.B. zur Vermeidung doppelter Anzeigen). Dabei wird Nutzern erstmals von Google selbst per Opt-out die Möglichkeit geboten, die Annahme der entsprechenden Cookies zu vermeiden. Die hier normalerweise abgespeicherten Daten zum Zeitpunkt der Anzeige, zur Kampagne und spezifischen Anzeige, zum individuellen Browser, zur IP-Adresse und Referral URL sowie Daten über die Interaktion mit der Anzeige sind dann vom System nicht mehr auslesbar.
Michael Zimmers Einschätzung, dass dieser Schritt hauptsächlich dazu dient, Kritik am Kauf von DoubleClick zu dämpfen, ist sicherlich richtig. Was aber gar nicht schlecht sein muss. Wenn Google als Marktführer auf diese Weise gezwungen wäre, bessere Datenschutzstandards einzuführen, müssten andere Anbieter wie Yahoo und MSN perspektivisch nachziehen.
Andererseits ist die Opt-out-Option, wie Michael Zimmer auch betont, zur Zeit dermaßen tief in Googles Seiten versteckt, dass sie für normale Nutzer im Prinzip unauffindbar ist. Eine deutlichere Präsentation dieser Möglichkeit zu dem Zeitpunkt, wenn Nutzer tatsächlich mit Werbung konfrontiert sind, wäre sicherlich wünschenswert.
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