Bis gestern war mir noch gar nicht bewusst, dass das vielumschriebene studiVZ einen jüngeren Ableger in Form des schülerVZ bekommen hatte. Angeblich sind in dieser Community schon vor dem offiziellen Start im Sommer 300.000 Schülerinnen und Schüler aktiv. Darauf aufmerksam machte ein mit pinken Logos vollgesprühter Bürgersteig vor einen Schuleingang in der Nähe. Ist Holtzbrinck jetzt unter die Sprayer gegangen? Ein Blick auf die Website des schülerVZ klärt auf: Anscheinend ist nur die anhaltende Trockenheit daran schuld, dass das „umweltverträgliche Kreidespray“ noch nicht vom Regen abgewaschen worden ist. Die Sprüherei war allerdings Teil einer weitaus größeren Aktion, bei der insgesamt 3 Mio. pinke Post-its an über 1000 Schulen verklebt wurden. Wer jetzt meint, man sollte öffentliche Gebäude, in denen junge Menschen sich gezwungenermaßen den ganzen Tag aufhalten, lieber mit Werbung verschonen, verkennt die Intentionen des schülerVZ. Laut einer Pressemitteilung handelte es sich dabei nämlich gar nicht um Werbung: „schülerVZ möchte durch diese Aktion den Schülern auch über die Vernetzung am Computer hinaus als Sprachrohr dienen und sich für seine Mitglieder einsetzen.“ Kruder lässt sich Marketing wohl kaum gestalten – von den Losungen des Guerilla-Marketings „Unberechenbar, niemals müde oder träge“ ist hier jedenfalls nicht viel zu spüren. Wie die Blogbar berichtete, sind schon bald weitere solcher Aktionen geplant.
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