Archive for April, 2007

Spiel und Terror mit RFID

Obwohl die RFID-Technik noch nicht wirklich ausgereift scheint, enstehen schon jetzt die verschiedensten Szenarien für ihre Verwendung. Mitglieder der Lucid Society spritzen sich die Chips unter die Haut, um Computerspiele im wirklichen Leben zu spielen und die englische Royal Academy befürchtet (pdf), dass Terroristen RFID-Pässe auslesen könnten, um Bomben auf einzelne Personen einzustellen. Was wohl als nächstes ansteht? RFID-Layer in Google Earth, wie sie die Lucid Society für ihr Spiel benutzt, sind da sicherlich ausbaufähig.

(via Surveillance Studies)

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Neue Studie zur Nutzung von Social Networking Sites

Die aktuelle iProspect Social Networking User Behavior Study liefert frische Zahlen über den wenig erforschten Bereich der social networking websites. Definiert werden sie hier als Webseiten, die Nutzer eigenen Content, wie z.B. Kommentare, Rezensionen, Bewertungen oder eigene Seiten einstellen lassen. Den Auftraggebern der kommerziell ausgerichteten Studie geht es hauptsächlich um die Frage, ob und wie bestimmte Produkte auf diesen Seiten gefunden werden. Dadurch wird verständlich, warum Amazon Teil der Studie ist, trotzdem erscheint es etwas merkwürdig, dass Digg und Eurekster nicht dabei sind. Untersucht werden außer Amazon noch MySpace, FaceBook, Craigslist, YouTube, Yahoo! Answers, iVillage, del.icio.us, LinkedIn und TripAdvisor.

Interessant sind die allgemeinen Resultate zur Häufigkeit der Besuche von social networking sites, besonders im Vergleich zu den klassischen Suchmaschinen. Trotz der breiten Berichterstattung über social networking besuchen anscheinend vergleichsweise wenig Nutzer tatsächlich die Angebote. 97% der Befragten hatten z.B. noch nie del.icio.us besucht. Auch der Grad der Partizipation hält sich in Grenzen: Selbst bei FaceBook, der Seite mit der höchsten Kommentarquote, hatten über die Hälfte der Nutzer noch nie einen Kommentar abgegeben. Man sollte also bei der Einschätzung der Ausbreitung von Web 2.0-Phänomenen etwas Vorsicht walten lassen und Medienhype nicht mit tatsächlicher Nutzung verwechseln.

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Eric Schmidt: “Think of it first as an advertising system”

Jetzt ist es offiziell. In einem Wired-Interview bestätigt Google-CEO Eric Schmidt, dass sich die Prioritäten der Firma endgültig in Richtung Werbung verändert haben:

Wired: How should we think about Google today?

Schmidt: Think of it first as an advertising system. Then as an end-user system — Google Apps. A third way to think of Google is as a giant supercomputer. And a fourth way is to think of it as a social phenomenon involving the company, the people, the brand, the mission, the values — all that kind of stuff.

(via Searchblog)

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Versteigerung von Werbeplätzen setzt sich durch

Die Versteigerung von Werbeplätzen, wie sie bei Suchmaschinen seit langem üblich ist, greift auf immer weitere Bereiche der klassischen Werbung über. Nachdem Google Versteigerungssysteme für Radio- und Print-Anzeigen getestet hat, steigt die Firma nun in den TV-Werbemarkt ein. Wie bei den anderen Werbeformen soll auch hier der gesamte Prozess, inklusive Planung, Versteigerung und Evaluierung, über eine Online-Schnittstelle vollzogen werden. Im Gegensatz zu Print und Radio sollen die Settop-Boxen der Zuschauer allerdings eine Messung der Zuschauerquoten ermöglichen, so dass eine ähnlich detaillierte Auswertung wie bei Onlinewerbung vorgenommen werden kann.

Auch DoubleClick, der Veteran der Onlinewerbung, über dessen Übernahme durch Google oder Microsoft in letzter Zeit viel spekuliert wurde, setzt auf Versteigerungen. Anders als bei Google geht es hier allerdings nicht um unauffällige Textanzeigen, sondern um größer angelegte Bannerkampagnen über mehrere Seiten hinweg. Die für Mitte 2007 geplante „Werbebörse“ soll den Werbekunden bessere Transparenz in der Preisgestaltung bieten, indem die verschiedenen Gebote, wie bei eBay, für alle sichtbar sind. Den Websitebetreibern soll die Versteigerung gleichzeitig zu einer effektiveren Auslastung ihrer Werbeplätze verhelfen. Ein interessanter Aspekt dürfte auch hier werden, welche Auswertungsmöglichkeiten DoubleClick seinen Werbekunden bieten wird. In der Vergangenheit wurden die Targeting-Möglichkeiten, die das Internet bietet, von DoubleClick recht großzügig ausgereizt.

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TrackMeNot verschleiert persönliche Suchhistorie

Helen Nissenbaum, die im Suchmaschinenbereich wohl vor allem wegen des zusammen mit Lucas D. Introna verfassten Texts „Shaping the Web. Why the Politics of Search Engines Matters“ bekannt sein dürfte, entwickelt seit einiger Zeit zusammen mit Daniel C. Howe den Firefox-Plugin „TrackMeNot“, der die Aufzeichnung persönlicher Suchhistorien durch Suchmaschinen erschwert. Das Programm sendet in bestimmten Intervallen zufällig generierte Anfragen an Suchmaschinen und verhindert auf diese Weise die Zusammenstellung kategorisierbarer Profile. Die Intervalle der Anfragen sowie die Suchmaschinen, an die sie gerichtet werden, lassen sich individuell einstellen.

Mit der verwendeten Verschleierungstaktik („Masking Move“) beziehen sich die Entwickler explizit auf Gary T. Marx „A Tack in the Shoe: Neutralizing and Resisting the New Surveillance“. In diesem auch sonst sehr interessanten Text fasst Marx seine empirischen Untersuchungen zum Umgang mit Überwachungstechnologien in elf Kategorien von Neutralisierungsstrategien zusammen. Was zunächst nach Agententhriller klingt, erweist sich beim näheren Hinsehen als Aufzählung relativ bekannter und alltäglicher Formen der Überwachungsvermeidung (wie z.B. Warnungen vor Radarfallen). Dadurch wird Marx’ These, dass Pläne zur völligen Überwachung vorerst noch durch eine Vielfalt lokaler Gegenstrategien entschärft werden, sehr plausibel.

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Google TiSP: W-LAN durch den Abfluss

Schöner Aprilscherz von Google mit ausführlicher Installationsanleitung:

Diagramm

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