Versteigerung von Werbeplätzen setzt sich durch

Die Versteigerung von Werbeplätzen, wie sie bei Suchmaschinen seit langem üblich ist, greift auf immer weitere Bereiche der klassischen Werbung über. Nachdem Google Versteigerungssysteme für Radio- und Print-Anzeigen getestet hat, steigt die Firma nun in den TV-Werbemarkt ein. Wie bei den anderen Werbeformen soll auch hier der gesamte Prozess, inklusive Planung, Versteigerung und Evaluierung, über eine Online-Schnittstelle vollzogen werden. Im Gegensatz zu Print und Radio sollen die Settop-Boxen der Zuschauer allerdings eine Messung der Zuschauerquoten ermöglichen, so dass eine ähnlich detaillierte Auswertung wie bei Onlinewerbung vorgenommen werden kann.

Auch DoubleClick, der Veteran der Onlinewerbung, über dessen Übernahme durch Google oder Microsoft in letzter Zeit viel spekuliert wurde, setzt auf Versteigerungen. Anders als bei Google geht es hier allerdings nicht um unauffällige Textanzeigen, sondern um größer angelegte Bannerkampagnen über mehrere Seiten hinweg. Die für Mitte 2007 geplante „Werbebörse“ soll den Werbekunden bessere Transparenz in der Preisgestaltung bieten, indem die verschiedenen Gebote, wie bei eBay, für alle sichtbar sind. Den Websitebetreibern soll die Versteigerung gleichzeitig zu einer effektiveren Auslastung ihrer Werbeplätze verhelfen. Ein interessanter Aspekt dürfte auch hier werden, welche Auswertungsmöglichkeiten DoubleClick seinen Werbekunden bieten wird. In der Vergangenheit wurden die Targeting-Möglichkeiten, die das Internet bietet, von DoubleClick recht großzügig ausgereizt.

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